Verschiedene Zahlungsmittel und -möglichkeiten
Geld braucht man halt leider doch ein bisschen. Dennoch ist der Weg nach Australien meist günstiger, als man denken würde. Ein Besuch im Reisebüro des Vertrauens kann da die letzten Zweifel beseitigen (oder natürlich auch das endgültige Aus der Planungen bedeuten).
Damit auf das benötigte (und hoffentlich vorhandene) Geld auch problemlos zugegriffen werden kann, sollte man die passende Bank an der Hand haben. Hauptkriterien sind ganz klar die kostenlose Abhebung in Australien – möglichst auch in anderen Teilen der Welt und die gute Abdeckung, also Geldautomaten, die schön über’s Land verteilt sind. Das heimische Dorfsparbuch macht da ziemlich sicher nicht mit, bei meinen vorhandenen Konten (bei 2 großen deutschen Banken) fallen jeweils Gebühren von mindestens 5 Euro an. Das hört sich erstmal nicht wirklich viel an, will man aber (aus Vorsicht) nur kleinere Beträge abheben und treibt sich nicht gerade im Outback rum, kann der Besuch beim Geldautomaten durchaus zum fast wöchentlichen Termin werden. Wenn man jetzt noch entsprechend lange weg ist, kommt schnell ein stolzes Sümmchen zusammen.
Kostenlose Abhebungen
Im Prinzip gilt: Man kann mit jeder deutschen EC-Karte, die das Maestro-Symbol aufgedruckt hat, von jedem Geldautomat Geld abheben, der ebenfalls dieses Symbol besitzt. Im Moment (Stand 20.07.2005 sind dies 13.668 Geldautomaten in Australien Maestro). Allerdings fallen bei fast allen deutschen Banken und Sparkassen heftige Gebühren an (wie eingangs schon erwähnt sind das schnell mal 5 Euro oder mehr).
Dank Kooperationspartnern deutscher Banken muss dies aber nicht immer so sein. Das bekannteste Beispiel hier ist die Deutsche Bank. Da diese mit der Westpac kooperiert, kann an deren Geldautomaten weltweit kostenlos abgehoben werden.
Ebenfalls möglich ist das Abheben mit einer EC-Karte der Citibank. Auch diese besitzt überall auf der Welt Filialen – die australischen akzeptieren die deutsche Karte problemlos.
Kreditkarten
Die Kreditkarte ist der wohl einfachste Weg in Australien zu bezahlen. Solange man sich an die “großen” wie Visa oder Mastercard hält, wird man keine Probleme haben. Wichtig ist jedoch, dass man sich bei Verlust vorher die Telefonnummern der Institute notiert hat. So können die Karten schnell und einfach gesperrt werden.
Achtung: Vorher prüfen, wie hoch der Kreditrahmen der Karte ist! Ich habe trotz regelmäßigem Geldeingang “nur” 1000 Euro zur Verfügung gehabt. Erst eine befristete Erhöhung hat hier Abhilfe geschaffen.
Vorsicht ist bei der American Express geboten. Ich bin fest davon ausgegangen, dass diese Karte ähnlich verbreitet wie Visa ist – ist sie nicht. Des Öfteren habe ich Geschäfte gesehen, die die Amex nicht annahmen.
Travellerschecks und die passende Karte
Travellerschecks können einfach und problemlos unter www.americanexpress.de bestellt werden. Man gibt einfach die gewünschte Summe (entweder in Ursprungs- oder in Zielwährung) ein und lässt sich die Schecks per Boten liefern. Bezahlt wird über EC-Karte und die Gebühr beträgt in etwa 5 Euro pro Sorte.
Relativ neu gibt es im Moment die Travellerscheck-Karte. Es handelt sich hierbei um eine normale Kreditkarte, die allerdings in keinerlei Beziehung zum Girokonto steht. Man lädt die Karte vorher auf (im Prinzip wie vom Prepaidhandy bekannt) und verbraucht dann nach und nach das Guthaben. Bei der Karte gibt es verschiedene Aktionen, im Moment bekommt der Neukunde z.B. 50 Euro Guthaben geschenkt. Ich habe mit dieser Karte sehr gute Erfahrungen gemacht – allerdings haben wir sie aktiv nur in den USA eingesetzt, in Australien kann man sie – wie gesagt – nicht überall benutzen.