20.01.06 – Rockhampton (”Rocky”) – Beef Town – The tropic of Capricorn (von Carina)

Noch kurz zu Fraser Island, war ja schon was Besonderes, unsere erste organisierte Tour und dann auch noch zu der größten Sandinsel der Welt – EXCITING!

Losgehen sollte es früh um 6 und pünktlich stand da auch unser Toyota Landcruiser mit unserm Guide Peter. Als erste holten wir die restlichen Teilnehmer ab, eine griechische Familie aus Melbourne, Vater Peter, Mutter Evelyn und die Kinder Theo und Harry. Zu Beginn durften wir uns alle vorstellen, was ein Spaß, und ab dann versorgten uns die beiden Peters mit jeder Menge Geschichten zu Land und Leuten. In Rainbow Beach trafen wir noch zwei andere Geländewägen, die auch jeweils mit 6 Teilnehmern besetzt waren, nur english-speaking-people :o)

Der erste Höhepunkt war dann die Überfahrt nach Fraser Island, die Fähre legt direkt am Strand an und man fährt über den Sand drauf.

Weiter ging es über den Strand und anderen Sandpisten zum leichten Rainforest Walk. Der war wirklich leicht, wäre man schnell gelaufen, hätte man die Strecke in 5 Minuten hinter sich gebracht, aber gut wir haben immerhin was dabei gelernt, Australier verwenden Noppenmatten, um Blinden zu verdeutlichen, dass sich der Boden oder die Art des Weges ändert. Wirklich clever und hab ich so noch nicht gesehen. Außerdem wissen wir jetzt welche Tiere die absolut “scary” Geräusche in den Bäumen machen: Zikaden. Widerliche kleine braune Viecher, die tierisch laut sind. Der nächste Stopp war beim Lake McKenzie, einem Süßwassersee mit wirklichem Traumstrand:

Lake McKenzie

Dort hatten wir dann Zeit um im Wasser zu planschen und anschließend das als “Gourmet Lunch” angekündigte Mittagessen zu verzehren. Na ja, man konnte es essen und vielleicht war es für englische Verhältnisse auch gut, aber Gourmet würde ich in dem Zusammenhang weglassen…
Ich fand die Pause insgesamt zu kurz, aber gut wir mussten ja auch wieder über 150km heimwärts fahren und das nur über Strandpisten. Das war echt witzig, besser wär’s noch gewesen, wenn wir selber hätten fahren könnten, aber man hat schon gemerkt, dass unser Peter das schon einige Zeit macht, es ist nämlich nicht einfach, auf Sand zu fahren. Nachmittags legten wir dann noch eine Pause bei den “Coloured Sands” ein, das sind Sandklippen, die durch vor Jahrtausenden ausgetrockneten Seen natürlich bunt verfärbt wurden, sieht klasse aus, kommt aber mit dem Foto nicht so rüber.

Coloured Sands

Das war also unser Tag auf Fraser Island, war super und die Angst vor anderen Touristen wurde uns endlich genommen ;o)

Von Noosa aus ging’s weiter nach Bundaberg, dort kommt der leckere australische Rum her, der gemixt mit Cola das leckere Bundaberg Cola ergibt, logisch, dass wir dort Station machen mussten, aber es gab noch einen weiteren Grund: Schildkröten!
In der Nähe von Bundaberg am Strand legen die großen Meeresschildkröten (Loggerhead Turtles) ihre Eier ab und zusammen mit einem Ranger kann man das Specktakel verfolgen. Um uns gleich einen Platz zu sichern war unser erster Weg der zum Besucherzentrum, wo uns dann einige andere Touris die letzten Plätze für den Abend wegschnappten. Da war sie wieder unsere natürliche Angst vor anderen Touristen… aber für den kommenden Abend gab es noch Plätze und da entschieden wir spontan, zwei Nächte hier zu verbringen. Schnell war auch ein superbilliges Motel gefunden, das Zimmer war etwas beengend, aber sehr zentrumsnah. Die Zeit bis zum nächsten Abend verbrachten wir an einem der letzten quallenfreien Strände und Simon holte sich mal wieder einen Sonnenbrand. Man könnte jetzt meinen wir legen uns immer in die pralle Sonne und cremen uns nicht ein, falsch, wir cremen uns dauernd ein und suchen im Gegensatz zu anderen Strandgängern immer Schattenplätze, aber die Sonne hier ist heimtückisch…

Irgendwann war es dann soweit und wir machten uns auf den Weg nach Mon Repos (französisch), dem besagten Strandabschnitt. Dort wurden wir erstmal von strömendem Regen und unzähligen anderen Schildkrötenfans empfangen. Der Regen war zum Glück bald vorbei und hinterließ eine noch höhere Luftfeuchtigkeit, nur die anderen Besucher blieben hartnäckig. Nun ist es ja so, dass die Schildkröten dann kommen wann sie wollen und absolut keine Rücksicht auf Besucher nehmen, weshalb auch schon auf der Broschüre stand, dass man geduldig sein soll. Kein Problem dachte ich, auf Schildkröten warte ich gerne, und das stimmt auch, das Gemeine ist nur, dass man in Gruppen aufgeteilt wird. Wir waren in Gruppe 3, was bedeutete, dass zwei vor uns dran waren und es kann durchaus sein, dass nur eine Schildkröte pro Abend kommt. Deshalb war dann auch die Anspannung groß, als Gruppe Nummer 1 gegen 21 Uhr (wir waren seid 18:30 Uhr dort) an den Strand zu einer Eier legenden Schildkröte begleitet wurde. Langsam wurde es wirklich öde, auch wenn man sehr informativen Dia-Shows über alle Fakten zu Schildkröten beiwohnen konnte. Es wurde halb zehn, zehn, viertel elf und Gruppe zwei wurde zu *SPANNUNG* schlüpfenden Schildkröten begleitet. Die Anspannung war kaum noch zu toppen, als dann, weil Gruppe 2 inzwischen schon stark geschrumpft war, die Nummern 1 – 30 von Gruppe 3 dazugeholt wurden, wir hatten 58 und 59… Dann wurde auf Nummer 40 erhöht, ich konnt mich kaum noch auf den Holzdielen halten… und dann ging die Gruppe an den Strand… zwei Minuten später machte sich ein Nest weiterer kleiner Schildkröten auf den Weg ins Leben und damit ins Wasser und wir durften auch an den Strand, pühü JUHU!!!

War ein tolles Erlebnis! Jetzt sind wir in Rockhampton, wie gesagt der Fleisch Hauptstadt Queenslands und werden morgen weiter in den Norden fahren, denn außer Fleisch gibt es hier nicht viel :o)

Mackay und Airlie Beachzurück zur Übersichtskarte

1 Kommentar zu „Bundaberg und Rockhampton“

  • [...] Der sechste Teil unseres Australien-Berichts ist soeben online gestellt worden. Ziemlich kurz, deshalb kommt in der nächsten Stunde noch der siebte Teil dazu. …sollte es früh um 6 und pünktlich stand da auch unser Toyota Landcruiser mit unserm Guide Peter. Als erste holten wir die restlichen Teilnehmer ab, eine griechische Familie aus Melbourne, Vater Peter, Mutter Evelyn und die Kinder Theo und Harry. Zu Beginn durften wir uns alle vorstellen, was ein Spaß, und ab dann versorgten uns die beiden Peters mit jeder Menge Geschichten zu Land und Leuten. In Rainbow Beach trafen wir noch zwei andere Geländewägen, die auch jeweils mit 6 Teilnehmern besetzt waren, nur english-speaking-people )… [weiter] Trackback · [...]

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