Archiv für die Kategorie „Technik“

Ich habe mich das vor erst wenigen Wochen gekaufte TomTom Car Kit schon wieder in Ebay versteigern sehen. Mit dem iPhone 3Gs lief die Halterung einwandfrei und auch das iPhone 4 passt gerade so hinein – gestern zum ersten Mal ausprobiert und leider festgestellt, dass das iPhone nicht lädt.

Auch die kostenlose App TomTom Car Kit Tool brachte keine Änderung – ist sie doch eigentlich nur dazu da, die Popup-Meldung zu unterdrücken, wenn man keine TomTom-Navigation, sondern beispielsweise die des Konkurrenten Navigon einsetzt. Offiziell ist die Halterung nicht kompatibel zum neuen iPhone 4 – inoffziell funktioniert es aber doch, wenn man eine halbe Minute ins Basteln investiert. Das Problem am iPhone 4 ist, dass es flacher als seine Vorgänger ist und deshalb der Druck auf den beweglichen Dockanschluß des Car Kits nicht ausreicht. Um dies sicherzustellen, muss einfach ein Abstandshalter über den Anschluß geklebt werden. Ich habe mich für einen Filzgleiter für Möbel entschieden – einfach, weil er grad da war und schon selbstklebend ist. Und was soll ich sagen? Funktioniert einwandfrei! Vielleicht finde ich noch irgendwo ein schwarzes Stück Schaumstoff, dann würde es auch noch besser aussehen…

Das TomTom Car Kit mit aufgeklebtem Abstandshalter für das iPhone 4

Das TomTom Car Kit mit aufgeklebtem Abstandshalter für das iPhone 4

So sieht die E39-Tür im Originalzustand aus

So sieht die E39-Tür im Originalzustand aus

Der Fensterheber hinten links war schon lange kaputt – um genau zu sein, schon als ich den BMW im letzten Frühjahr gekauft hatte. Der Verkäufer hat wahrscheinlich vergessen, mir das zu sagen (…) und ich, es zu testen (wer testet schon die hinteren Fensterheber?). Auf jeden Fall hatte ich das Problem, dass sich das Fenster im geschlossenen Zustand einfach per Hand (von aussen) nach unten drücken lies. Eher ungeschickt, um die Karre auf einem unbeleuchteten Hinterhof im Ghetto von Remseck stehen zu lassen. Der Fehler konnte nach der Zerlegung der halben Tür schnell gefunden werden: Die Scheibe ist an einem Schlitten aus Aludruckguss befestigt, der durch einen Zug hoch und runtergefahren wird. Dieser Schlitten ist nach oben hin ausgebrochen, was zur Folge hatte, dass die Scheibe zwar elektrisch runter-, nicht aber wieder hochfahren konnte… Das Originalteil bei BMW sollte ca. 200 Euro kosten – zu teuer für ein Fenster an einem hinteren Platz, auf dem alle zwei, drei Wochen mal jemand mitfährt (und ‘jemand’ ist in dem Fall Synonym für ‘Regenschirm’ oder ‘Jacke’). Ich habe mir damals so geholfen, dass ich den Zug eine Etage weiter unten eingehängt (na, eher hingepfuscht) habe, damit ich fortan das Fenster zwar nicht mehr elektrisch auf, dafür aber ZU halten konnte. Und so verging Stunde um Stunde, ein Tag nach dem anderen, das Frühjahr wich dem Sommer, der Sommer (und damit die Versuchung, das Fenster zu öffnen) musste dem Herbst seinen Platz überlassen und spätestens als der Winter 2009/2010 (der, wie wir alle wissen, länger als zuvor Frühjahr, Sommer und Herbst zusammen dauern sollte) hereinbrach, schwand sämtliches Verlangen, das Fenster jemals wieder öffnen zu wollen.

Wie so oft im Leben endete aber auch dieser Winter und das Verlangen nach frischer Frühlingsluft entflammte erneut, als wäre es nie anders gewesen. Ein – das erste Mal seit einem Jahr wiederholt durchgeführter – Suchvorgang im großen Online-Auktionshaus zeigte dieses Mal einen Reparatursatz für den Gußschlitten in der Trefferliste. Für 18 Euro. Dafür kann man’s nicht selbst machen, also rasch die Bewertungen geprüft und bestellt. Um es kurz zu machen: Lieber den Magen verrenkt, als dem Wirt was g’schenkt .. hmm, ne…, anderes Sprichwort aus Schwaben .. Was nichts kostet, ist auch nichts! (Haja!) Um genau zu sein habe ich für die Einbauaktion zusätzlich zu den 18 Euro plus Versand einen kompletten Samstagnachmittag Zeit, das nervige Geschäft, das Fenster 3x aus und wieder einzubauen, blutige Finger und zu allem Überdruss einen bösen Rückfall in die Welt der Raucher bezahlt, der noch mehrere Wochen danach anhalten sollte. Im Endeffekt hatte ich das Ergebnis eines “ab und zu funktionierenden” Hebers, dessen Zug sich nach dem 5ten Mal runter und hoch so verhedderte, dass gar nichts mehr ging (nach dem er deshalb das dritte Mal frisch aufgewickelt und eingebaut war, hab ich den Schalter abgeklemmt, damit niemand draufdrücken kann, die Tür zugehauen und mir ‘ne Kippe angesteckt..). Da das nicht genug war, war nun auch die 100Ah(!)-Batterie der Karre komplett leer – ein fröhlicher Nachmittag voll Radio- und Fensterheberaktivität forderte seinen Tribut. Egal, die Scheibe war oben, das Auto zu und der Tag gelaufen!

Nun ist auch dieser Samstagmittag schon wieder lange her. Der Frühling zog ins Land, der Winter kam noch mal für lange Zeit zurück, bis ich irgendwann zu mir selbst sagte: Scheiß’ auf die 200 Euro, bau’ dir einen kompletten Fensterheber ein! Eine letzte Suche in den Weiten des Internet brachte aber statt dem teuren Original-, das nicht ganz so teure Zubehörteil hervor: 65 Euro. Bestellt, bezahlt, geliefert. So, und nun sind wir auch schon bei der Einbauanleitung. Um es vorweg zu nehmen: 1 Stunde Einbauzeit - inkl. kurzer Pause bei einem Teller Spätzle mit Soß’ und der Unterbrechung, als ich die 5jährige Nachbarin vorbeilassen musste, die sich durch meine weit über den Gehweg geöffnete Tür gestört fühlte und diese Gefühle mit stetigem “mit ihrem Puppenwagen gegen den Lack der Tür pochen” zum Ausdruck brachte.

Das

Das 'Pfützenlicht' abstecken!

Also, los geht’s! Zuerst einmal muss die Türverkleidung weg. Dazu die Schraube, die sich hinter einen kleinen Abdeckung in der Gruffmulde befindet (davon hab’ ich natürlich wieder mal kein Foto gemacht, aber wenn ihr die nicht selbst findet, solltet ihr vielleicht jetzt mit dem Lesen aufhören und zum BMW-Händler fahren), lösen und jetzt einfach ringsherum die Verkleidung zu sich hin ziehen – ausser an der oberen Kante. Ist die Verkleidung unten, links und rechts gelöst, kann sie vorsichtig nach oben abgehoben werden. Sie ist mit so komischen Metallklammern festgesteckt und deshalb hat man beim Lösen zwangsläufig Angst, irgendetwas kaputt zu machen. Wie immer, die Angst einfach überwinden. Bitte auf die Kabel für Fensterheber (bei mir ja schon abgeklemmt), Lautsprecher und “Pfützenlicht” achten – am besten alles abstecken und die Verkleidung in den Kofferraum legen.

Direkt hinter der Verkleidung kommt eine Art Dampfsperre oder Dämmung zu Tage. Diese – auch von ihr existiert kein Bild auf meiner Digicam.. – lässt sich (heute bei 30°C Aussentemperatur) leicht ablösen. Nachdem die Kabel durchgefädelt sind und die langen Fäden, die der Klebstoff zieht, mit den schweißnassen Händen und anhaltendem Gegeneinanderreiben derselben zu Klumpen vertüddelt wurden, findet auch diese ihren Platz im Kofferraum und ist damit aus dem Weg.

So sieht die Tür ohne Verkleidung und Dämmung aus.

So sieht die Tür ohne Verkleidung und Dämmung aus.

Jetzt heißt es, noch mal zum Kofferraum zu gehen, den Schalter für den Fensterheber aus der Verkleidung zu bauen und ihn wieder an seinen Stecker zu – na? – stecken. Die Scheibe muss nun soweit herunterfahren, bis der “Schlitten” und die darin festgeschraubte Torxschraube (T30) sichtbar wird. Genau diese lösen und die Scheibe vorsichtig von Hand ablassen bzw. sichern.

Hier ist die Toryschraube sichtbar, die Scheibe und Fensterheber zusammenhält.

Hier ist die Torxschraube sichtbar, die Scheibe und Fensterheber zusammenhält.

Da jetzt die Scheibe gelöst und gesichert ist, kann oben die Leiste (die, mit den komischen Metallklammern, die die Verkleidung noch bis gerade eben an der Tür hielten) weggehebelt werden:

Fensterleiste nach oben abziehen!

Fensterleiste nach oben abziehen!

Jetzt die vertikale Verkleidung an der kleinen Seitenscheibe INNEN (als Erstes!) lösen und nach dem die drei Schrauben darunter entfernt sind, die äußere Abdeckung zuerst herunter drücken und dann nach oben herausziehen.

Abdeckung innen abziehen & Schrauben darunter lösen!

Abdeckung innen abziehen & Schrauben darunter lösen!

Die Abdeckung erst nach unten drücken...

Die Abdeckung erst nach unten drücken...

..und dann nach oben ziehen!

..und dann nach oben ziehen!

E12 Aussentorx

E12 Aussentorx

Ohne die Leisten oben, innen und außen kann nun die Scheibe vorsichtig (!) nach oben herausgezogen und – wo? – im Kofferraum deponiert werden.

So, jetzt braucht ihr einen E12-Außentorx… und den hat keine Sau… da ich im Frühjahr aber schon die Erfahrung des Ausbaus machen durfte, liegt dieser natürlich schon in der Werkzeugkiste parat (damals war der notdürftige Zusammenbau und eine Fahrt in den Baumarkt angesagt). Mit ihm löst ihr die Schraube, die den Fensterheber oben mit der Tür verbindet. Auch davon gibt es keine Bilder… klar… aber mal ehrlich, ihr steckt die E12er-Außentorx-Nuss auf die Ratsche und jede Schraube, auf die die Nuss passt, ist die richtige (es gibt nämlich genau EINE in einer Tür!). Wenn die obere Schraube entfernt ist, greift noch mal in die Werkzeugkiste und holt euch einen 10er Ring- oder Gabelschlüssel, mit dem ihr die untere Befestigung lösen könnt (lockern reicht, muss nicht ganz raus).

Halterung unten - 10er Schlüssel und weg ist sie!

Halterung unten - 10er Schlüssel und weg ist sie!

Der komplette Fensterheber sollte nun nur noch über Bowdenzüge am Motor mit der Tür in Verbindung stehen. Die “Motor-Getriebe-Einheit” lässt sich mit einem T20-Bit entfernen (vorher natürlich auch den Motor vom Kabelbaum abstecken):

Torx T20 in die Hand und weg mit den Schrauben!

Torx T20 in die Hand und weg mit den Schrauben!

Bei meinem gekauften Fensterheber war kein neuer Motor dabei, weshalb die Zerlegung noch aussteht:

Fensterhebermotor und Züge trennen

Fensterhebermotor und Züge trennen

Wenn ich jetzt so auf die Uhr sehe und dran denke, dass jetzt das Schreiben fast länger gedauert hat, als der Einbau, beeile ich mich lieber ein bisschen… Der Einbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge. Fertig. ;-) Naja, es bleibt noch zu sagen, dass das Wiederaufstecken der Fensterleiste (die Metallklammern, ihr erinnert euch?) ein ziemlicher Riesensch..pass ist – man muss höllisch aufpassen, dass man nix verkratzt und die Leiste sauber aufliegt. Ansonsten ist nur noch wichtig, dass die Kabel wieder zusammenpassend gesteckt werden (”Schieri, wir wissen, wo dein Auto stand – hat gut gebrannt, hat gut gebrannt!”) und man zwischendurch immer wieder mal testen sollte, ob die Scheibe richtig hoch und runterfährt. Letzte Aktion: Scheibe ein Stück runter – 59CentDeutschlandfahne rein – Scheibe wieder hoch – fertig!

Nachdem es jetzt durch den neuen Sender sixx abzusehen ist, dass ich mir in der nächsten Zeit wohl öfter mal 5 und mehr Folgen Sex and the city am Stück anschauen muss, hab ich mich auf die Suche nach einer Lösung gemacht. Das einfachste wäre wohl ein weiterer Fernseher, was aber das Budget deutlich belasten und einen zusätzlichen Kabelanschluss oder ein wohnungsdurchspannendes Kabel nach sich ziehen würde.


Die Lösung: EyeTV von Elgato. Der “Hybrid” getaufte Receiver ist etwa so groß wie zwei USB-Sticks und empfängt sowohl DVB-T als auch DVB-C. Zusätzlich kommt er mit normalem Analog-TV über Kabel und Antenne klar und bietet einen Chinch- und SVHS-Anschluß. Also deutlich mehr, als ich benötige. Zu allem Überfluss läuft er sowohl unter Mac OS, als auch unter Windows (läuft bei mir nun auf dem MacBook und einem alten WinXP-Notebook. Seit den ersten Tests mit DVB-T hat sich da scheinbar einiges getan und ich empfange nun 12 Sender über die kleine, beiliegende Antenne (vor zwei oder drei Jahren habe ich mir Mühe und Not EINEN Sender reinbekommen…). RTL, ProSieben und verschiedene weitere Privatsender sind leider verschlüsselt…

Über den Kabelanschluss verbunden, findet der Empfänger etwas über 500 Sender (KabelBW), darunter natürlich viel unbrauchbares und verschlüsseltes – wie erwartet sind aber alle benötigten Sender dabei und auch die HD-Kanäle landen ruckelfrei auf dem Notebook.

Senderübersicht Elgato EyeTV Hybrid

Senderübersicht Elgato EyeTV Hybrid

Läuft der Empfänger an einem Macbook oder iMac, funktioniert sogar das Zusammenspiel mit einem iPhone! Via App “EyeTV” (Direktlink auf AppStore) kann auf dem iPhone sowohl der Sender gewechselt, eine Aufnahme programmiert und gestartet, sowie – und das klappt verblüffend gut – live gestreamt werden! Die Qualität überzeugt absolut.

Livebilder via Wifi-Stream

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Da der Stick, wie oben erwähnt, auch auf meinem alten XP-Notebook läuft, hab’ ich gleichzeitig auch einen prima Fernseher für künftige Busreisen!

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