Archiv für 2007

Da mein schöner neuer MediaCenter-PC leider nicht der Leiseste ist (zumindest nicht mehr, nachdem er eine halbe Stunde unter Last läuft), bin ich weg von mechanischen Lüftern und – für die CPU – hin zur Wasserkühlung. Die ersten Bedenken bezüglich der Kosten lösten sich nach Fund eines 60-Euro-Komplettsets in Luft auf. Der Einbau ist für einigermaßen versierte Schrauber problemlos zu bewerkstelligen, es nervt lediglich, dass das bereits eingebaute Board (und alles, was draufsteckt) wieder ausgebaut werden muss.

Asus M2A-VM HDMI mit WasserkuehlerDas auf dem Board befestigte Retentionmodul, welches den CPU-Kühler bisher hielt, muss nämlich raus und durch die spezielle Halterung für den neuen Wasserkühler ersetzt werden. Ist die erst eingebaut, geht es recht schnell – Platz für die Pumpe und den Radiator suchen, Schläuche ablängen, Anschluss-Stücke eindrehen (nur von Hand, damit die Dichtungen nicht beschädigt werden!) und mit den Schläuchen verbinden.

Da ich, was Wasser im PC angeht, ziemlich feige bin, habe ich die komplette Anlage neben den PC gepackt und hier erst mal ein paar Stunden auf einem Stapel Küchenpapier laufen lassen. Beim Zusammenstecken fällt auf, dass die Schläuche in eingebautem Zustand niemals auf den CPU-Kühlblock gepresst werden können, ohne dass man zwangsläufig das Board Richtung Gehäuseboden drückt – der Kraftaufwand ist für eine so feinmotorische Arbeit gewaltig. Das bedeutet also: Die Komponenten (trocken) ins Gehäuse legen, die Schläuche auf die richtige Länge zuschneiden und außerhalb des Gehäuses alles zusammenbauen.

Nachdem in der Theorie kein offenes Schlauchstück mehr sichtbar, der komplette Kreislauf also geschlossen ist, geht es ans Füllen. Sowohl Flüssigkeit (destiliertes Wasser mit Allerlei Chemiezeugs) als auch 100ml-Spritze samt Nadel (die kann man bestimmt auch mal privat zum Blutabnehmen im Freundeskreis o.ä. brauchen) ist dabei und das Füllen geht einfach von der Hand. Direkt an der Pumpe findet sich ein per Kreuzschlitzschraube verschlossenes Loch, in das nach und nach bei laufender Pumpe die Flüssigkeit gedrückt wird. Damit man für die Geschichte den PC nicht anschalten und unter Umständen Schäden an der Hardware in Kauf nehmen muss, bietet es sich an, das Netzteil vom Board abzustecken und die Pins des grünen und eines schwarzen Kabel zu brücken (Büroklammer). Mit diesem Trick läuft das Netzteil an und schickt Saft auf die Stromanschlüsse – das Board bekommt davon aber nichts mit und versucht nicht, loszubooten.

Nach zwei oder drei Stunden Probelauf und festgestellter Dichtheit habe ich mich dann an den Einbau gewagt. Das Gehäuse bietet leider keinen richtigen Platz für den Radiator, weshalb ich diesen nicht hinter einen 120mm-Lüfter schrauben konnte (wie das eigentlich gemacht werden sollte), sondern auf den Boden legen musste (!). Jeder Casemodder und PC-Bastler wird mich dafür zwar verurteilen, allerdings habe ich den Radiator von unten etwa einen Zentimeter hoch unterlegt und direkt auf den selbigen den Lüfter plaziert – und der Luftsog reicht locker! Der Lüfter dreht mit unhörbaren ~700 Umdrehungen und kühlt die CPU trotzdem auf 32° im Leerlauf (idle) runter. Das Surren der Pumpe ist aus Couchentfernung nicht zu hören, allerdings überträgt sich das Vibrieren prima auf’s Blechgehäuse. Dafür schaffte ein kleiner Styroporblock und eine Gummimatte aber schnell Abhilfe.

Jetzt stört eigentlich nur noch der Lüfter im Netzteil, obwohl der bei kühler Umluft ebenfalls sehr leise bleibt. Sobald die Luft aber wärmer und wärmer wird, beginnt der Lüfter höher und höher zu drehen. Im Großen und Ganzen muss ich sagen, dass ich mir die 60 Euro lieber gespart hätte – kühler ist die CPU zwar, aber auf Dauer leiser ist der Rechner nicht geworden. Anders würde es jetzt wahrscheinlich aussehen, wenn ich mir auch noch ein wassergekühltes Netzteil besorgte. Da die aber mit um die 150 Euro noch recht teuer sind und ich dann noch immer das Problem mit mindestens dem Radiator- und einem Gehäuselüfter hätte, bleibt der PC jetzt mal eine Weile so, wie er ist.

Ganz vergessen: Vor kurzer Zeit wurde die tolle Landkarte in der Sidebar geleert, weil ich dafür keine Kohle ausgeben will und die bösen eingenützigen Macher ganz gerne Kohle dafür haben wollen…

So sah sie mal aus und jetzt ist sie wieder ganz leer (schluchz):

Clustermaps Karte 2007

Hot or not?

Hawaii-Bus

Aus der Reihe “Pimp my bus” hier die aktuelle Weihnachtsbastelei. Nur digital gebastelt – versteht sich. Als erstes stehen mal zwei neue Federn und Dämpfer für vorne auf der Liste, damit ich wieder unbeschwehrt über Bordsteine fahren kann, ohne mir gleich die Radhäuser kaputt zu machen. Aber wer weiß, wenn ich im Frühjahr die 30 Flocken über hab, gibt’s glaub’ ein frisches Design auf die Seitenwand des Busses. Dann entspricht der endlich meinem Surferimage. Und wenn danach noch 1500 Flocken für den Flug nach Australien und den Surfkurs übrig sind, gibt’s zum passenden Image auch die Fähigkeit…

Wobei ich im Moment eher zu einer Standheizung und – irgendwann – einem Autogasumbau tendiere. Aber dann ist der Bus wahrscheinlich so wertvoll, dass er mir eh geknackt und in Teilen beim Onlineauktionshaus verschachert wird.

Die Blogroll Australien leert sich beständig, beim Aufruf vom “Nils in Australien” erscheint bloss noch eine Fehlermeldung (deshalb hab ich den Link nun gelöscht) und bei Alex und Iyad geht auch nix mehr… da wird’s wohl wieder Zeit, selber loszutouren! Jemand Interesse an nem BMW (mit wenigen Handgriffen zur Prollkarre ausbaubar) – super Blogleserfreundschaftspreis 4000 Euro! Das langt für Flug und zwei, drei sparsame Monate in OZ.

Zusammengebaut war er dann schnell – leider nicht komplett. Doch bevor ich erkläre, warum das der Fall war, zuerst einmal die genaue Konfiguration:

Asus M2A-VM HDMI (weil ich unbedingt einen HDMI-Ausgang wollte)
AMD X2 4200+ und 2x 1GB RAM
Asus Triton 70 als CPU-Kühler (dazu unten mehr!)
SilverStone LC14 S-MC silber
Hauppauge WinTV Nova-HD S2
Toshiba HD-DVD SD-H802A
Chieftec GPS-400AA
Samsung 500GB S-ATA2

Mein Media Center PCGleich zum Problem: Der Kühler passt – trotz Onlinekonfigurator, der etwas anderes behauptet – nicht ins Gehäuse. Außerdem sind sowohl das Netzteil, als auch sämtliche Gehäuselüfter viel zu laut für einen Wohnzimmer-PC. Das Netzteilproblem war schnell gelöst, da ich noch ein sehr gutes, leises, in meinem anderen PC hatte. Zwei der drei Gehäuselüfter konnte ich ohne Temperaturprobleme direkt abklemmen (zwei laute 60mm Lüfter), einen großen 92mm-Lüfter hatte ich leider genausowenig parat, wie einen passenden Kühler. Also am Tag nach der Bastelorgie ab zum Computerladen um die Ecke und ein 9dB-92mm-Schaufelrad, sowie einen Arctic Cooling Alpine 64 auf den Beifahrersitz werfen lassen.

Für jemanden, der sich gerade ein System zusammenstellen lassen will: Der CPU-Lüfter ist ebenfalls zu laut… Ich habe ihn jetzt auf 7V angeschlossen, so läuft er einigermaßen angenehm (und er passt wenigstens).

Installation:

Da ich mich aus Platz- und Temperaturgründen für die Onboardgrafik entschlossen hatte, fiel Vista nach kurzem Test durch. Mit dieser CPU einfach zu langsam. Läuft zwar und auch die mit der Hauppauge mitgelieferte Software Cyberlink PowerCinema 5.1 funktioniert einwandfrei (ProSieben HD, Sat1 HD, Anixe und Astra HD funktionieren tadellos), allerdings führen Effekte, wie per OSD angezeigte EPG-Infos und ähnliches, unweigerlich zu Rucklern.

Also XP installiert, auch hier funktioniert die Software von Cyberlink problemlos. Prinzipiell funktionierte die gesamte Treiberinstallation ohne größere Probleme, lediglich Vollbild auf einem LCD-TV war nicht möglich. Ich hatte immer einen etwa 4cm breiten Rand um das Bild. Die Qualität war gut, jedoch sagt mir irgendwas, dass es nicht passen kann, wenn ein TV genau 1080 Pixel hoch ist und dieses Bild auf geschätzte 900 Pixel geschrumpft wird. Die Internetrecherche brachte schließlich an Licht, dass LCD-Fernseher über HDMI mit 24Hz laufen sollen (?) – sei es drum, umgestellt, funktioniert.

Media Center von innenEin weiteres Problem, dessen Lösung aber sehr einfach war: Ich bekam das integrierte Display des Gehäuses nicht zum Laufen. Den USB-Pfostenstecker konnte ich im laufenden Betrieb abziehen und wieder anstecken, jedes Mal begleitet von dem typischen Windows-Däng, wenn neue Hardware erkannt wird. Trotzdem kein Zeichen auf dem Display. Lösung: Das Gehäuse hat kein Display! Unter dem Artikel im Webshop steht der Satz “Abbildung kann abweichen” … Prima, das Display war ein eindeutiger Kaufgrund für dieses Gehäuse, nur: mit komplett verschraubter Hardware hab ich auch keine Lust mehr, das Ding zurückzuschicken. Das Ding, das ich für das Display inkl. IR-Empfänger hielt, ist ein reiner IR-Empfänger…
Das nächste Problem war das Abspielen von HD-DVDs. Da man ja ausgiebig testen muss, gleich zum Olli-Dittrich-Markt gefahren und Transformers, Troja und Kiss, Kiss, Bang, Bang mitgenommen (für uuunglaubliche Preise – das muss jetzt ein Weilchen reichen). Tja, abspielen ging nur leider nicht, die Media Center Software PowerCinema erkennt kein gültiges Laufwerk, Windows erkennt das Laufwerk, aber leider keinen Inhalt. Kurzum: Ich habe bisher nur eine – in Deutschland verbotene – Lösung gefunden. Von Cyberlink gibt es einen Advisor (bin mir nicht wirklich sicher, ob der so heißt), mit dessen Hilfe man sein System auf Kompatibilität prüfen kann. Bei mir alles im grünen Bereich, bis auf den ATI-Chipsatz X1250. Das Tool schreibt aber nicht, dass es nicht ginge, sondern nur, dass dieser Chipsatz nicht getestet ist.

Jetzt bin ich im Moment dran, ProgDVB oder DVBViewer sauber zum Laufen zu bringen – und die Hauppauge-Fernbedienung zum Steuern des gesamten Systems zu verwenden. Dazu gleich eine Anmerkung, wenn jemand vor einem ähnlichen Problem steht. Vergesst Girder, WinLIRC oder andere. Wenn die Fernbedienung der Hauppauge benutzt werden soll, einfach den IR-Empfänger der Karte verwenden (den des Gehäuses abstecken) und die IR-Software von der Hauppauge-CD installieren. Nach Installation liegt im Windowsverzeichnis die Datei IRREMOTE.INI, die einfach zu editieren ist.

In der Datei nach [default] suchen und diesen Eintrag hineinkopieren: TV={run(C:\Programme\DVBViewer\dvbviewer.exe)}

Nachdem das IR-Tool geschlossen und erneut aufgerufen wurde, kann mit der Taste “TV” das Programm DVBViewer gestartet werden. Wie es mit der Datei weitergeht, veröffentliche ich dann, wenn ich was zeigen kann (im Moment funktionieren nur ein paar Tasten korrekt). Im Prinzip soll es so sein, dass der PC dann die Funktionen HD-TV (über DVB-S bzw. DVB-S2), HD-DVDs, DVDs, MPEGs (u.a.), MP3s, Digital Radio, Bilder, … beherrscht. Per Fernbedienung versteht sich. Schau mer mal.

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